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Katzenschwemme im Tierheim
(12.11.2009)
Durch den sehr milden Herbst und die vielen in unserer ländlichen Gegend immer noch streunenden, unkastrierten Katzen und Kater, kommt es im Tierheim Geldern zur Zeit zu einer regelrechten „Katzenschwemme“. Täglich melden sich Bürgerinnen und Bürger, die kleine Kätzchen finden.
Einige Würfe sind noch so jung, dass sie in der Pflegestelle im 2-Stunden-Takt mit der Flasche versorgt werden müssen. Doch auch die schon ein wenig älteren Tiere, welche im Tierheim untergebracht werden können, bereiten den Helferinnen und Helfern Kopfzerbrechen. „Wir haben jetzt einen Stand erreicht, wo wir überbelegt sind und eigentlich keine Katzen mehr aufnehmen können“, so Britta Franz, stellvertretende Tierheimleitung. „Unsere Quarantänestation hat die Kapazitätsgrenze erreicht“, so Franz weiter, „und auch die Katzenräume sind randvoll. Hier noch mehr Tiere unterzubringen führt für diese zu extremem Stress und damit steigt die Gefahr, dass behandlungsintensive Krankheiten ausbrechen“.
Zur Zeit kommen mehr Katzen in das Tierheim, als in ein neues Zuhause vermittelt werden. Der Tierschutzverein Geldern und Umgebung e.V. appelliert daher an alle Katzenbesitzer ihre Tiere unbedingt kastrieren zu lassen. Gerade auch Besitzer von Freigänger-Katern werden hierzu aufgerufen. Zwar bringen die Kater keinen Nachwuchs nach Hause, doch können sie in ihrem Revier massiv zur Populationssteigerung beitragen und so die Not und das Elend der Katzen weiter erhöhen (siehe auch unseren Bericht in der Tierschutzzeitung Juli 2009).